Sexentzug und Machtkampf in der Beziehung verstehen und beenden

Sexentzug: Ein Machtkampf in der Beziehung?

In letzter Zeit sind mir immer wieder Artikel aufgefallen, die Sexentzug in der Beziehung als eine Art Machtkampf bezeichnen. Kann man so sehen, doch ich sehe das anders.

In meinen Coachings für Frauen sensibilisiere ich meine Kundinnen für die Themen Orgasmus, Sexualität und glückliche Beziehungen. In diesem Blogartikel zeige ich auf, warum ich Sexentzug  nicht als Machtkampf sehe und was ich meinen Kundinnen mit auf den Weg gebe.

Sexentzug ist nichts neues und kommt in jeder Beziehung vor

Es ist kein neues Thema, dass es in einer Beziehung Phasen gibt, wo es zum Sexentzug kommen kann. Wobei schon dieses Modewort Sexentzug sehr gekonnt gewählt wurde, denn es könnte ja auch Lustlosigkeit oder Unlust gesagt werden. Wenn also der eine Partner dem anderen Partner absichtlich etwas „entzieht“, „verbietet“ oder „verweigert“, dann ist der Vergleich mit einem Machtkampf denkbar. Sexentzug wird dann bewusst eingesetzt, um den Partner zu verletzen, ihm einen Denkzettel zu verpassen oder zu einer bestimmten Entscheidung zu lenken. Dazu kann man auch Manipulation sagen.

Setzen Frauen Sexentzug bewusst ein?

Oftmals geht der Sexentzug von Frauen aus. Bedeutet das nun, dass Frauen Sexentzug zur Manipulation des Partners einsetzen? Nicht immer wird das so direkt gesagt wie ich es hier schreibe, aber zwischen den Zeilen ist es leicht herauszulesen.

Ich will nicht verneinen, dass das nie der Fall ist. Es mag vorkommen, dass es so ist. Es mag Frauen geben, die Sexentzug bewusst einsetzen.

Doch oftmals ist die Situation komplett anders.

Es gilt das „Warum?“ dahinter zu verstehen. Es ist wichtig tiefer hinter die möglichen Gründe für Sexentzug, als auch von Machtkämpfen, in der Beziehung zu schauen.

Wenn Sexentzug nichts mit einem Machtkampf zu tun hat

Die Gründe für Sexentzug und Machtkämpfe sind grundverschieden und haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

Lass uns Machtkämpfe in einer Beziehung näher betrachten.

Warum sollten zwei Menschen, die aufgrund ihrer Liebe und körperlichen Anziehung irgendwann einmal zusammengekommen sind, mit Machtspielen den anderen durch Manipulation beeinflussen wollen?  

Eine Beziehung ist schließlich kein Schauplatz, um bewusst Machtspiele auszutragen, sondern um gemeinsam etwas zu erleben und (er)schaffen. Und um genialen, orgasmischen, phänomenalen Sex zu haben. Das, was als Machtspiele bezeichnet wird, liegt oftmals auf der Ebene der Kommunikation. Somit muss man sich die Kommunikation in der Beziehung näher betrachten

Vergiss den Sexentzug für einen kurzen Moment: Wie entstehen Machtkämpfe?

Was für ein Disaster! Komplettes aneinander vorbeireden. Teilweise fehlende Kommunikation oder Missverständnisse, die sich im Laufe der Zeit immer mehr einschleichen. Etwas, was jeder von uns bereits erfahren hat, denn Kommunikation zwischen Mann und Frau ist nichts, was einem von klein auf beigebracht wird. Schon gar nicht die Kommunikationsmuster sowie Do’s and Dont‘s.

Jeder Partner hat seine eigenen Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse. Jeder versucht diese irgendwie durchzusetzen. Wenn ein Partner das aber anders sieht, kommt es früher oder später zu Reiberein und wenn keine Lösung gefunden wird, dann baut es sich immer mehr zu Machtkämpfen auf. Voila.

Ihr Lieben, wenn ihr mir schon eine Weile folgt, dann wisst ihr ja schon, dass ich Dinge anspreche wie sie sind und das tue ich auch jetzt.

Frauen haben keine Ahnung, wenn es um die Kommunikation mit Männern geht! Und das ist der wahre Grund, warum Machtspiele erst wirklich entstehen.

Noch immer geht es nicht um Sexentzug: Machtkampf am Beispiel verstehen

Ich erinnere mich an eine Szene mit meinem Partner, die sich vor Jahren ereignete. Mein Mann war sich immer so dramatisch, wenn ich seine heißgeliebten Küchenmesser nicht sofort abspülte und in den Messerblock zurückstellte. Was wir uns darüber gestritten haben! Ich weiß noch wie ich nicht verstehen konnte, warum er daraus so ein Drama machte: Es sind doch nur Messer! Und diese sind da um benutzt zu werden und nicht ständig um sie ständig zu waschen. Ich wollte meine Ansicht durchsetzen und wich keinen Millimeter von meiner Position ab. Irgendwann würde er es schon verstehen!

Als ich dann im Coaching war und wir ein Kommunikationsdesaster mit unserem Partner mit den anderen Teilnehmerinnen teilen sollte, erzählte ich genau von dieser Szene. Alle amüsierten sich köstlich. Bis mein Coach ernst wurde und mir dann sagte:

„Du ärgerst ihn!“

Da musste ich erst einmal Luft schnappen, denn ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass ICH im recht bin und ER falsch lag.

„Für ihn sind die Messer wichtige Werkzeuge und er bittet dich darum diese nach der Benutzung zu säubern und sicherzustellen. Warum also ärgerst du ihn? Warum forderst du ihn heraus, nachdem er dir zweifelsfrei zu verstehen gegeben hat, dass es ihm wichtig ist?“

Ich war baff. Das saß. Das musste ich erst einmal verdauen.

Nun bin ich über ein Jahrzehnt mit diesem Mann zusammen. Ich weiß heute genau, welche Bedeutung für meinen Mann Werkzeuge haben und ich respektiere es und halte mich an seine Bitten im Umgang mit seinem Werkzeug.

Ein Machtkampf wird nicht durch Sexentzug gelöst

Das, was ich gemacht habe, war nachzugeben. Ich habe gelernt nachzugeben. Ich habe gelernt meinen Standpunkt des recht-haben-wollen zu verlassen und andere Blickwinkel einzunehmen.

Wirf einen Blick auf deine Kommunikationsdesaster. Wo ärgerst du deinen Mann? Wo kannst du nachgeben und die Position des recht-haben-wollens verlassen?

Wir haben alle unsere Kommunikationsdesaster. Schau dir die deinen an.

Du bist nicht alleine. Eigene Kommunikationsmuster erkennen und darüber hinaus noch die Kommunikationsmuster von Männern verstehen, wurde keinem von uns beigebracht. Weder Frauen noch Männern. Wir werden auf Machtkämpfe programmiert. Es liegt aber an uns Frauen aus diesen unproduktiven, kräfteraubenden, sexverhindernden Machtkämpfen auszusteigen. Auch um endlich wirklich guten Sex zu haben. Warum wir Frauen? Weil wir nachgeben können. Nachgeben ist eine große Stärke von Frauen und mit den richtigen Tools kannst du lernen, wie du nachgibst und Machtkämpfe in deiner Beziehung beendest.

In diesen zwei Büchern erfährst du wie das funktioniert. Es reicht, wenn du dir eins aussuchst. Sie sind beide auf dem gleichen Prinzip aufgebaut. Hallo Tarzan* und Wie man mit Männern spricht*.

Sexentzug entsteht nicht durch Machtkämpfe

Wie gesagt, um das Thema Machtkämpfe in deiner Beziehung zu beenden, ist es wichtig, dass du verstehst, welche Kommunikationsmuster du mit deinem Mann spielst. Oftmals unbewusst, aber in Perfektion. Das musst du durchbrechen. Solange du diese wirklich unproduktiven Kommunikationsmuster weiterspielst, werden die Machtkämpfe bleiben. Arbeite dich in das Thema Kommunikationspiele ein. Sehr spannend kann ich da nur sagen.

Das war’s zum Thema Machtkampf.

Genauere Betrachtung von Gründen hinter dem Sexentzug durch Frauen

Sexentzug ist ein Thema, was meiner Erfahrung nach komplett missverstanden ist.

Ein lustvoller, orgasmischer und entspannter weiblicher Körper genießt das leidenschaftliche körperliche Liebesspiel miteinander. Fakt ist: Frauen lieben Sex. Frauen lieben Orgasmen. Frauen genießen die Berührung auf ihrer nackten Haut. Warum in aller Welt sollte eine Frau absichtlich (sich selber) und ihrem Partner den Sex verwehren?

Die richtige Frage, auf die eine Antwort benötigt wird, ist dann eine ganz andere.

Was ist, wenn es dem Körper nicht gut geht und dieser möglicherweise irgendwie leidet, obwohl nach außen hin nichts zu sehen ist?

Aha. Perspektivenwechsel.

Körperliche Gründe sind zum Beispiel Erschöpfung, Stress, Unwohlsein oder Schmerzen.

Was ist, wenn sich untereinander etwas unausgesprochenes aufgebaut hat, dass beiden im Weg steht?

Emotionale Gründe sind Vertrauensbruch, Missverständnisse oder verschiedene Ängste.

Das alles nehmen beide Partner mit ins Bett. Und es kann der Moment kommen, wo alles zu viel ist.

Was kann eine mögliche Folge sein? Sexentzug.

Voila.

Fall gelöst.

Der nächste bitte.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick ermöglichen, warum Sexentzug nicht unbedingt etwas mit Machtkampf zu tun haben muss. Wenn du weitere Informationen über Lustlosigkeit bei Frauen brauchst, dann findest du diese unter Medical Medium auf meinem Blog.

In Verbundenheit,

Aksana

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Bildnachweis

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Übrigens:

In der Frauen Orgasmus Schule erfährst du mehr über deinen Körper, deine weibliche Kraft und dein Weg zu wahrhaftigen Ekstasen. Je mehr eine Frau über ihren Körper, ihre Bedürfnisse und Wünsche weiß, desto besser kann sie ausdrücken, was sie BRAUCHT. Schau dich gerne um. Ich freue mich auf dich, Aksana.